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Kapitel 1

Die Kulisse die sich vor meinen Augen auftat, glich dem Griechischen Götterreich, oder zumindest meiner Vorstellung von diesem. Das gleißende, helle Licht, das mich umgab. Die Säulen aus Marmor, an denen sich der grüne Efeu sanft empor rang. Ich hätte schwören können, ich wäre in Zeus´edlem Reich gelandet, wenn…

Ja wenn dort nicht diese Wesen entlang gelaufen wären. Erst nahm ich an, es seien normale Menschen, wie ich sie Tagtäglich sah, doch schnell brachte mich etwas an ihnen zu einem anderen Schluss. Hätte mich nicht schon die schillernde Umgebung überzeugt, dass ich nicht am gewohnten Ort war, so täten es die Flügel, die auf dem Rücken vieler dieser seltsamen Wesen prangten. Den kläglichen Rest, dem es nicht vergönnt war diesen zauberhaften Federschmuck zu tragen, zierte ein schlichtes weißes Gewandt. Nach kurzer Prüfung meiner selbst stellte ich fest, dass auch ich zu diesem kläglichen Rest gehörte.

Ich fuhr plötzlich zusammen, als ich auf meiner Schulter plötzlich eine fremde Hand spürte. Als ich mich umdrehte um zu sehen, wessen Hand mich gerade berührt hatte, blickte ich in ein breites, freundliches Lächeln.

Eines dieser Wesen, so schön wie das Licht der Sonne und das Schimmern des Mondes stand plötzlich genau vor mir.

„Wir haben lange auf Sie gewartet. Es ist schön, das Sie nun endlich den Weg zu uns gefunden haben.“

Seine Stimme klang wie eine sanfte Melodie in meinen Ohren. Fast hypnotisch. Er gebot mir ihm zu folgen. Demnach stapfte ich ihm ahnungslos hinterher. Ich war gespannt, wo unsere Reise enden würde. Meine Augen begannen umher zu schweifen, um meine Umgebung noch genauer zu inspizieren. Entlang des weißen Granitweges, den wir beschritten, grünten Blumen in den buntesten Farben. Manche sogar in mehreren. Sie verteilten sich über das ganze Plateau, welches von drei riesigen Gebäuden umsäumt war. Das eine, auf das wir zu zugehen schienen war genauso weiß wie der Granitweg, der sich in einem großen Geflecht über den gesamten Hof erstreckte. Das andere schimmerte Himmelblau und das dritte zierte ein zartes Flieder. Sie glichen alle den großen Rathäusern und Bürogebäuden die ich aus meiner Heimat kannte und so schnell wohl nicht mehr sehen würde.

Warum? Ganz einfach, ich war tot. Ich bin gerade erst gestorben und nur die Tatsache, dass ich mir dessen bewusst war, brachte mich dazu nicht hysterisch zu werden und zu fragen wo ich hier verdammt noch mal war. Ich würde es schon erfahren. Das Sterben an sich ist wirklich keine schöne Erfahrung, aber man sollte sie einmal gemacht haben.

Das Wesen vor mir, ich traute mich noch immer nicht ihnen den Namen zu geben, mit dem ich sie schon seid meiner Kindheit benannte, er wurde ihnen einfach nicht gerecht, er führte mich also weiter bis in der weiße Gebäude, wie ich schon vermutet hatte. Wir gelangten in einen großen, schummrigen Saal. Ich trat ein paar Schritte vor um mir die gemeißelte Decke ein wenig genauer ansehen zu können.

„Bitte warten Sie hier. Die Zeremonie wird bald beginnen.“

Als ich herumwirbelte um zu fragen, was das bedeuten sollte, war er jedoch schon durch dieselbe Tür verschwunden durch die wir eingetreten waren. Man bekam hier definitiv nicht die nötigen Informationen, dachte ich. Nun stand ich da. Allein einem großen leeren Raum. Tod.

16.7.10 21:11
 


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